Rückblick auf das erste Vereinsjahr

Ende 2017 konnten wir Halisi Perspectives nach einem langwierigen Gründungsprozess als offiziellen Verein eintragen lassen. Seither hat unser kleines Projekt innerhalb unserer Bekanntenkreise einige Interessierte, UnterstützerInnen und auch regelmäßige SpenderInnen hinzugewonnen.
Natasha, Vincent und Duke können also auch 2019 weiter ihre Schulen besuchen, das hierfür benötigte Geld konnten wir im Laufe des Jahres bereits komplett zusammen sammeln.
Die Probleme mit der Bank konnten wir nach einer intensiveren Auseinandersetzung mit derselbigen auch aus dem Weg schaffen und sind nun in der Lage unser Vereinskonto vollumfänglich zu nutzen sowie Lastschriften einzuziehen.
Neben diesen guten Nachrichten gab es jedoch auch ein paar Probleme, die uns 2018 begegnet sind.
Die wohl größte Schwierigkeit war die Kommunikation zu unseren UnterstützerInnen nach Kenia, die den Schritt von einem privaten Projekt zu einem offiziellen Verein nicht mit allen Konsequenzen nachvollzogen haben. Somit war beispielsweise die Wichtigkeit, die Belege aller anfallenden Ausgaben zu sammeln und per Foto zu uns zu schicken, nicht klar. Für das Jahr 2018 haben wir also bisher nur eine sehr begrenzte Anzahl an Quittungen. Derzeit rekonstruieren wir gemeinsam mit Josephine wie viel Geld wofür genau verwendet wurde. Wir hoffen, dass diese Aufstellung zusammen mit den Überweisungsträgern der Schulgebühren sowie den anderen Dokumenten, die wir haben, ausreichen, damit das Finanzamt die zweckgemäße Verwendung der Mittel anerkennt.
Der Übergang zur offiziellen Vereinsarbeit ist für uns alle eine neue Erfahrung und nach und nach stellen wir (oft im Nachhinein) fest, was es alles zu bedenken gibt.

Kurzes Update aus Hamburg und Nakuru
Der erste „Term“ – also das erste Drittel des Schuljahres- ist schon fast wieder vorbei und Josephine hat für uns einen Besuch an der Roots Academy gemacht und Vincent getroffen. Wie ihr seht, geht es ihm gut und er ist fleißig dabei sich auf seinen, am Schuljahresende bevorstehenden, Schulwechsel auf eine weiterführende Schule vorzubereiten. 
Weniger gut ist es in den letzten Wochen bei uns in Hamburg mit der Kooperation mit unserer Bank gelaufen. Aus vielen verschiedenen Gründen konnte das Vereinskonto noch immer nicht abschließend eröffnet werden und wir können nach wie vor weder Lastschriften einziehen noch über das Online Banking verfügen. Die Kommunikation mit der Bank gestaltet sich außerdem sehr zäh und unbefriedigend, sodass wir bereits darüber nachdenken zu einer anderen Bank zu wechseln. Wir warten aktuell noch auf Post von der Bank und werden dann weiter entscheiden, wie wir fortfahren wollen.
Natürlich werden wir euch auf dem Laufenden halten und hoffen, dass sich in den nächsten Tagen alles regelt und dann auch funktioniert! 
Wenn ihr Fragen, Kritik oder Anregungen habt, dann schreibt uns gern an info@halisiperspectives.de 

Vereinsstart in das neue (Schul-) Jahr 2018

Die wichtigste Nachricht vorweg: Das Schuljahr 2018 für Natasha, Vincent und Duke konnte bereits komplett aus Spenden des Halisi Perspectives e.V. finanziert werden!
Am 03. Januar hat in Kenia das neue Schuljahr begonnen. Dank der überwältigenden Resonanz auf die Vereinsgründung war es uns möglich die Schulgebühren für das Jahr 2018 für unsere drei Patenkinder bereits Ende 2017 abzudecken. So konnten wir Josephine rechtzeitig das Geld nach Kenia schicken und Natasha, Vincent und Duke sind pünktlich und voll ausgerüstet in das neue Schuljahr gestartet. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die gespendet, geworben oder sonst wie geholfen haben, dem Verein einen so erfolgreichen Start zu ermöglichen.
Neben vielen kleineren und größeren Einzelspenden hat der Verein außerdem (neben den acht Gründungsmitgliedern) sechs neue Fördermitglieder sowie ein festes Mitglied hinzugewonnen.
Wir haben mit einem solchen Feedback nicht gerechnet und waren ganz überwältigt von dem Interesse das uns nach dem Onlinegehen der Homepage erreicht hat.
Vincent, Duke und Natasha konnten dank der vielen Spenden unbeschwert und mit der Gewissheit in das neue Schuljahr starten, dass sie auch dieses Jahr auf ihrem Weg unterstützt werden.

 

Natasha hat ihr erstes Schuljahr hinter sich und wurde in die zweite Klasse der Sunshine Academy eingeschult. Sie hat in diesem Jahr viele neue Eindrücke gesammelt, Freundschaften geschlossen und konnte mit dem Gang zur Schule ihrem schwierigen Umfeld Zuhause entkommen. Josephine kümmert sich viel um die Familie und berichtet immer wieder von Situationen, die uns die Haare zu Berge stehen lassen. Natashas Mutter kümmert sich aufopferungsvoll um Natasha und ihre Geschwister, bekommt dabei aber immer wieder Steine von dem Vater ihrer Kinder in den Weg gelegt, der durch seinen Hang zum Alkohol irrationale Entscheidungen trifft und die Entwicklung seiner Kinder mehr sabotiert als fördert. Zum Glück haben wir (und die Familie) Josephine, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und sich darum kümmert, dass Natasha zur Schule geht und jeder Cent in sie und ihre Ausbildung gesteckt wird.

 

 

Duke beginnt nun sein letztes Jahr auf der Roots Academy, dem Internat, in das er im Januar 2013 gemeinsam mit seinem Bruder Vincent eingeschult wurde. Er kommt nun in die achte Klasse und beendet mit dem Abschließen dieser seine Grundschulzeit. Er hat die siebte Klasse mit Bravour gemeistert. Auf seinem Ganzjahreszeugnis verzeichnet er 442 von 500 möglichen Punkten und er hat sich damit zum Zweitbesten seines Jahrgangs hochgearbeitet. Nach diesem Schuljahr wird er einer weiterführenden Schule zugeteilt werden, die nach seinen schulischen Leistungen bestimmt wird.

 

Vincent wurde nach dem Beenden der achten Klasse im Dezember 2016 auf die St. Joseph Boys Highschool zugeteilt, die eine der besten weiterführenden Schulen Kenias ist. Hier hat er nun sein erstes Schuljahr hinter sich gebracht und startet jetzt in das zweite Jahr, also Klasse 10. Insgesamt wird er hier bis zum Ende der 12. Klasse zur Schule gehen und hat dann einen mit dem Abitur vergleichbaren Abschluss. Vincent ist sehr ehrgeizig und verfolgt nach wie vor sein Ziel Medizin studieren zu können mit bemerkenswertem Einsatz.

 

Wir hoffen, dass auch das nächste Jahr den Dreien viel Freude in der Schule bringt und sie weiterhin mit so viel Engagement und Spaß bei der Sache bleiben können. Auch sind wir gespannt zu sehen, wie sich Halisi Perspectives e.V. 2018 weiter entwickelt, welche Hürden noch auf uns zu kommen und welche Aktionen rund um den Verein noch so entstehen. Bisher ist für das neue Jahr bereits in Kooperation mit einer Hamburger Schule ein Vortrag über das Projekt und das kenianische Schulsystem geplant.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Nun wünschen wir euch einen guten Start in das Jahr 2018 im Namen von Natasha, Vincent, Duke und allen vom Halisi Perspectives e.V.!

Vereinsgründung

Es ist geschafft!

Wir haben lange darüber nachgedacht aus unserem, im Dezember 2012 entstandenen Projekt, einen Verein zu machen. Unter dem Namen Halisi Perspectives e.V. ist uns dies im Jahr 2017 dann endlich gelungen. Hierfür mussten wir viele Schritte gehen, von denen wir vorher keine Ahnung hatten und die alle deutlich mehr Zeit in Anspruch nahmen, als gedacht.

Nach dem letzten Besuch in Kenia zum Jahreswechsel 2016/17 konkretisierten sich die Pläne und mit der Einschulung unseres dritten Patenkindes, Natasha, wurde klar: Wir müssen uns professionalisieren, um offiziell Spenden für das Projekt sammeln zu können.

Wir, das sind meine Freunde, Isabel, Jan-Niklas und Lara sowie mein Freund Jonas und unsere Eltern Markus, Claudia und Reinhard, taten uns im Februar 2017 zur offiziellen Gründung des Vereins zusammen. Zuvor gab es einen langen Prozess der Namensfindung, der schließlich zu dem Ergebnis „Halisi Perspectives“ führte. Halisi ist Swahili und bedeutet echt/real. Der Name des Vereins beschreibt also unsere Intention: Echte Perspektiven für Kinder zu schaffen, die weniger privilegiert sind. Wir sind der Meinung, dass Bildung das richtige Mittel ist, um dieses Ziel zu erreichen.

Nach der Vereinsgründung begann die Arbeit mit den Behörden. Dieser Prozess war sehr zäh. Die Kommunikation mit dem Finanzamt gestaltete sich nicht immer nach unseren Vorstellungen (zugegeben, wie weist man eine Fahrt im Matatu von Nakuru nach Naiwasha nach und was ist eine anonyme Patenschaft?). Nach einem regen Briefwechsel sowie einem Besuch bei der zuständigen Sachbearbeiterin bekamen wir aber das Ok für unsere Vereinssatzung und konnten die nächsten Schritte begehen. Diese führten uns von einem Notariat zu einem Amtgericht, wieder zurück zum Finanzamt und schließlich zur Bank, wo wir, mit allen nötigen Unterlagen bewaffnet, ein offizielles Konto für den Verein eröffnen konnten.

Nebenbei wurde fleißig an der Homepage gearbeitet. Hierzu wurde programmiert, getextet, Bilder wurden bearbeitet und Logos ent- und verworfen. Noch in Arbeit sind zudem Videos, in erster Linie mit Interviews mit Josephine und unseren Patenkindern, die nach der Fertigstellung auf der Homepage erscheinen werden sowie ein Social Media Auftritt, um unsere Reichweite zu vergrößern.

Außerdem musste ebenso parallel für die laufende Finanzierung gesorgt, also weiter für Spenden geworben, werden. Hierfür ergab sich im Frühjahr 2017 die Chance auf den „Bergedorfer Bürgerpreis“. Aufmerksam geworden auf das Projekt wurde die Initiative dank des Sportclubs „Mrs. Sporty“, der unsere Arbeit mit regelmäßigen Spenden unterstützt und uns die Möglichkeit gab, auf einer Veranstaltung Werbung zu machen. Gewonnen haben den Bürgerpreis andere tolle Projekte (Brunnenbau in Tanzania und eine Kampagne gegen Rassismus) aber dank des daraus entstandenen Zeitungsartikels erhielten wir noch mehr Aufmerksamkeit.

Nun ist es geschafft und mit der Vereinsgründung ist ein wichtiger Schritt, insbesondere für die Kontinuität der Spendengelder, geschaffen.

Wir lassen uns überraschen, was die Zukunft von Halisi Perspectives bringt. Sicher ist, dass wir unseren jetzigen Patenkindern, Natasha, Vincent und Duke die Schulausbildung bis zum Ende finanzieren wollen. Ob der Verein wächst und wir noch mehr Kindern die Chance auf eine Schulausbildung ermöglichen können, werden wir sehen.

Für Natasha, Vincent und Duke beginnt im Januar 2018 das nächste Schuljahr, das erstmalig über Spendengelder von Halisi Perspectives e.V. finanziert werden soll.