Neues aus Nakuru – und Zukunftsgedanken von Halisi Perspectives e.V.

In Kenia ist gerade das Schuljahr ins letzte Drittel gestartet. Von September bis Dezember müssen Natasha, Duke und Vincent nochmal die Schulbank drücken, um dann in ihre wohlverdienten Weihnachtsferien entlassen zu werden. Für Natasha geht damit auch das zweite Schuljahr zu Ende und für Vincent das vorletzte Jahr seiner Schullaufbahn. Duke wird nach diesem Schuljahr auf eine weiterführende Schule wechseln. Welche das sein wird, erfährt er auf Empfehlung der Roots Academy hin am Ende des (Schul-)jahres.

 

Für uns ist Vincents naheliegendes Schulende ein Anlass gewesen darüber zu diskutieren wie es mit Vincent – und somit auch mit Halisi Perspectives- weitergehen soll.

 

So gerne wir auch möglichst vielen Kindern die Chance bieten wollen eine Schulbildung zu bekommen, so wichtig ist es uns auch die Kinder (und jungen Erwachsenen), die wir momentan sponsoren, bis zum Ende ihrer Ausbildung zu finanzieren. In Vincents Fall hieße das, wir würden ihm gerne das von ihm angestrebte Medizinstudium ermöglichen. Um herauszufinden was etwa ein Studium in Kenia kostet haben wir uns mit Scott besprochen, der momentan internationale Kommunikation in Nairobi studiert. Somit sind wir überschlagen auf einen Betrag von gut 30.000 Euro gekommen, um allen Dreien, Natasha, Vincent und Duke, bis zum Ende eines potentiellen Studiums (oder einer Ausbildung) zu unterstützen, die Halisi Perspectives in den nächsten 10 Jahren sammeln müsste. Diese hohe Summe lies uns – vorerst- zu dem Schluss kommen, dass wir zwar momentan als kleiner Verein finanziell gut aufgestellt sind, aber ebenso Rücklagen schaffen müssen, um sicher zu stellen, dass wir die Drei nicht nur bis zum Ende ihrer Schullaufbahn unterstützen können. Denn wie sonst sollen sie in der Lage sein ihre Ausbildung nach der Schule zu realisieren?

 

Eine Alternative wäre der Austausch mit einem Verein der ebenfalls in Kenia arbeitet und auf ebendies spezialisiert ist: jungen mittellosen Menschen, die aus verschiedenen Gründen in der Lage waren eine Schule zu besuchen, das Studium, beziehungsweise die Ausbildung zu finanzieren. Leider haben wir auf unsere Anfrage hin noch keine Rückmeldung des Vereins bekommen. Gehofft hatten wir eine Partnerschaft eingehen zu können und diesem Verein quasi nach der Schule „unsere“ Kinder zu vermitteln.

 

Neben unserem Gefühl eigentlich nicht in der Lage zu sein noch weitere Kinder aufnehmen zu können wurden wir von zwei Familien angesprochen die, in einem Fall auf fünf Jahre begrenzt, gerne die Patenschaft für ein weiteres Kind übernehmen wollen. Wie also umgehen mit diesen großzügigen – und verlockenden – Angeboten einem, beziehungsweise zwei weiteren Kindern die Möglichkeit zu bieten zur Schule zu gehen?

 

Wir sind also nach wie vor in der Findungsphase und freuen uns über jede Anregung von Außen!

 

Ach ja: Nach „nur“ 1,5 Jahren ist dann auch schon der Kontogründungsprozess zu einem Ende gekommen und wir können endlich Lastschriften einziehen und Online Banking nutzen. Hurrah!

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